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Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
08.09.2010
Fertigbauweise als aktiver Klimaschützer: Jedes moderne Holz-Einfamilienhaus kompensiert 40 Jahre Auto fahren
Bad Honnef. Laut einer aktuellen Veröffentlichung der Technischen Universität München emittiert ein modernes Kfz rund 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr – bei einem angenommenen CO2-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer und einer Jahreslaufleistung von durchschnittlich 11.400 Kilometern. Was kaum jemand ahnt: In einem modernen Einfamilien-Holzhaus wird soviel CO2 gespeichert, wie durch 40 Jahre Auto fahren mit eben diesem Automobil in die Umwelt geblasen wird. „Darum nimmt Holz auch einen besonderen Stellenwert im Bereich ökologischer Werkstoffe ein. Es ist ein aktiver Klimaschützer“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), Dirk-Uwe Klaas.
Wer ein Holz-Fertighaus errichten lässt, kann dies mit gutem Gewissen tun. Denn das Baumaterial ist ein nachhaltiger Hochleistungswerkstoff mit hervorragenden technischen Eigenschaften. Außerdem hilft es dabei, Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß zu verringern: Zum einen wird durch die in Deutschland übliche nachhaltige Forstwirtschaft das Ökosystem Wald gesichert und stabilisiert, zum anderen ist das Naturmaterial ein perfekter Kohlenstoff-Speicher. „Holznutzung verringert den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und reduziert so den Treibhauseffekt“, erklärt Klaas. Möglich wird dies durch die Fähigkeit von Bäumen, Kohlenstoff über einen langen Zeitraum im Holz zu speichern. Und das in großen Mengen: Ein Kubikmeter Holz bindet rund eine Tonne CO2 in Form von unschädlichem Kohlenstoff.
Zum Vergleich: Ein Jahr Auto fahren produziert durchschnittlich 1,5 Tonnen CO2. Ganze 40 Jahre mit dem geliebten Vehikel passen in Form von Kohlenstoff in ein Holz-Fertighaus. „Davon abgesehen besitzen Holz-Fertighäuser dank der hervorragenden Dämmung und der Wandkonstruktion der Holz-Tafelbauweise einen sehr geringen Heizenergieverbrauch – und damit wird auch wieder CO2 eingespart“, so Klaas. Ist schließlich der Tag gekommen, an dem das Haus nicht mehr gebraucht wird, bestehen mehrere Möglichkeiten, es umweltfreundlich zu verwerten: Zum einen kann es recycelt werden und findet bei der mit geringem Energieaufwand verbundenen Herstellung von Holzprodukten wie zum Beispiel Spanplatten seine letzte Bestimmung. Oder es wird energetisch genutzt. Laut der Technischen Universität München würde die in einem modernen Holzhaus gespeicherte Energie ausreichen, um ein Haus mit zeitgemäßem Dämmstandard ein halbes Jahrhundert lang mit Heizwärme zu versorgen.
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Anselm Kipp