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Ökologie


Holzbau ist Klimaschutz

Bauherren eines modernen Energiesparhauses leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Wer sich darüber hinaus für Holz als Baumaterial entscheidet, entlastet die Atmosphäre zusätzlich von einer erheblichen Menge des Treibhausgases CO2. Dies haben Wissenschaftler anhand von Ökobilanzen der Holznutzung herausgefunden. Ein Haus in Holzfertigbauweise bietet Bauherren also auf besonders bequeme Weise ein ruhiges Umweltgewissen.

Holz ist gleich in mehrfacher Hinsicht ein Niedrigenergie-Baustoff. Erstens benötigt Holz nur relativ wenig Energie für seine Bearbeitung, zweitens verbessern seine bauphysikalischen Eigenschaften die Wärmedämmung von Häusern und sparen Heizenergie, und drittens speichern Baustoffe aus Holz dauerhaft CO2. Studien der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft in Hamburg sowie weiterer Forschungsinstitute in Finnland und der Schweiz bestätigen die wichtige Funktion langlebiger Holzprodukte als natürliche CO2-Speicher.

Eine einzige Tonne Fichtenholz – das wichtigste Baumaterial für Holzfertighäuser - nimmt während ihres Wachstums im Wald bis zu 1,85 Tonnen CO2 aus der Luft auf und speichert es. Der natürliche Baustoff bietet also beste Voraussetzungen für die Konstruktion eines Energiesparhauses mit guter Ökobilanz. Ein modernes Einfamilienhaus in Holzfertigbauweise mit 140 Quadratmetern durchschnittlicher Wohnfläche enthält etwa 15 Tonnen Holz und Holzwerkstoffe. Damit entlastet es die Atmosphäre von 27 Tonnen CO2, was dem Kohlendioxidausstoß von mehr als 10 Jahren Autofahren im Mittelklassewagen oder 40 Flugreisen von Köln nach Mallorca entspricht.

Im Holzbau gibt es darüber hinaus schon seit Jahren erfolgreiche Ansätze, konventionelle Baumaterialien immer weiter durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Viele Fertighaushersteller verwenden auch für die Dämmung des Hauses geeignete Produkte aus Holzfasern, was bei 140 Quadratmetern Wohnfläche weitere rund 10 Tonnen Holz als CO2-Speichermasse ergibt.

Wird Holz als Baustoff eingesetzt, so geschieht dies CO2-neutral. Bei Bauprodukten aus nicht nachwachsenden Rohstoffen ist dies nicht der Fall, da diese Materialien kein CO2 speichern und deshalb sowohl bei ihrer Herstellung als auch bei ihrer Entsorgung überschüssiges Treibhausgas freisetzen. Holz dagegen entzieht der Atmosphäre während seines Wachstums mehr CO2, als bei seiner Verarbeitung zu Schnittholz oder Holzwerkstoffen freigesetzt wird.

So geraten durch die Ernte des Holzes mit Motorsäge und Traktor nur 0,7 Prozent der Menge an Kohlendioxid in die Atmosphäre, die das Stammholz gebunden hat. Ein Holzhaus benötigt außerdem weniger fossile Energie für seine Herstellung als ein vergleichbares Haus in konventioneller Nassbauweise. Letzteres erfordert nämlich ungleich mehr der so genannten „grauen Energie“ für Herstellung, Transport, Lagerung und Verarbeitung der Werkstoffe.

Die nachhaltige Forstwirtschaft sorgt schließlich durch Aufforsten dafür, dass die Wälder zusätzliches CO2 aufnehmen und die Belastung der Atmosphäre weiter reduzieren können. Damit wird Holz der Baustoff der Zukunft, denn er verfügt in Deutschland über ein besonders großes Potenzial. Laut Bundeswaldinventur ist der Holzvorrat hierzulande mit 3,4 Milliarden Kubikmeter höher als in jedem anderen europäischen Land und bei einem Zuwachs von 80 Millionen Kubikmeter pro Jahr auch langfristig gesichert. Hochgerechnet wird in Deutschlands Wäldern jede Sekunde so viel Energie in Form von Holz gespeichert, wie ein Kleinwagen auf 100 Kilometer verbraucht.

Informationen zum Thema Holz und dessen Einsatz im Hausbau gibt es in der Broschüre „Holz-Fertighäuser sind Effizienzhäuser“. Sie ist beim BDF, Flutgraben 2 in 53604 Bad Honnef oder unter www.bdf-ev.de im Internet erhältlich.

Öko-Materialien im HausbauGroßansicht
Öko-Materialien im Hausbau
Ökologisch Bauen

Ökologie ist der Begriff, mit dem sich in den vergangenen Jahren die Häuslebauer zunehmend beschäfigt haben. Ökologisch bauen bedeutet im Einklang mit der Umwelt und im Interesse der Gesundheit zu bauen. Aber was genau bedeutet Ökologie in bezug auf den Eigenheimbau? Entscheidend sind

1. der Energiegehalt der verwendeten Materialien;

2. die Energieeinsparung, die sich konkret für den Häuslebauer aufgrund des eingesetzten Materials bzw. der Technologie ergibt;

3. die biologische Verträglichkeit des eingesetzten Baustoffs sowie

4. die Recycelfähigkeit des eingesetzten Materials.

Intelligentes Bauen umfasst ökologisches und qualitativ hochwertiges Bauen. Mit geprüften Werkstoffen, die dem Wohlbefinden dienen, mit vernetzten haustechnischen Systemen, die den Wohnkomfort erhöhen, und mit Komponenten, die die Energiebilanz des Hauses revolutionieren, baut man intelligent, d.h. ökologisch, sicher, zeitgemäß und wertbeständig.


Energie sparen lohnt sichGroßansicht
Energie sparen lohnt sich


Die Welt benötigt immer mehr Energie. Der Verbrauch von Brennstoffen hat sich in den vergangenen 25 Jahren zeitgleich mit der Globalisierung um fast 60 Prozent erhöht. Dabei wächst der Energiehunger nicht gleichmäßig, sondern immer schneller. Lag der globale Ölverbrauch 2003 noch bei 12,5 Milliarden Liter Öl pro Tag, stieg er schon 2005 auf rund 13,4 Milliarden Liter. Nach Berechnungen der Internationalen Energie Agentur IEA wird dieser Verbrauch bis 2030 auf 18,4 Milliarden Liter pro Tag steigen.

Brennstoffe werden teurer

Öl, Gas und Kohle sind die wichtigsten Energieträger. Wie groß ihre Reserven sind, ist umstritten. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe [BGR] schätzt, dass die weltweiten Vorräte an Öl und Gas nicht viel länger als bis zum Jahr 2050 reichen werden. Und selbst wenn das Öl nicht ganz ausgeht, birgt die wachsende Nachfrage große Risiken: Öl wird knapp und damit zwangsläufig teurer.


erneuerbare Energien
"Sollte unser Energiehunger weiter wachsen, so könnten wir dem Klimawandel kaum begegnen. Wir müssen in Deutschland den gesamten Energiebedarf bis 2050 halbieren. Die privaten Haushalte können dazu einen wichtigen Beitrag leisten."

Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes
[Umweltbundesamt, Pressemitteilung Nr. 70/2006]

Klimaschutz ist Ziel der Politik

Die Verbrennung fossiler Energieträger setzt große Mengen an Kohlendioxid [CO2] frei und ist damit die wichtigste Ursache für den Treibhauseffekt und die globale Erwärmung. Wenn nichts geschieht, werden sich die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2100 nach Untersuchungen des internationalen Klimaforschungs-Gremiums IPCC auf etwa 20 Milliarden Tonnen pro Jahr verdreifachen. In diesem Zeitraum droht ein Anstieg der Erdtemperatur von bis zu 6 °C mit katastrophalen Folgen.

Eine deutliche Verringerung des CO2-Ausstoßes ist daher auch in Deutschland zu einem vorrangigen politischen Ziel geworden. So soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 auf 20% gesteigert werden. Die erfolgte Einführung des Energiepasses für Gebäude zählt ebenfalls zu den politischen Instrumenten für mehr Energieeffizienz, denn hier liegt eines der größten Energiesparpotenziale überhaupt.

 
Jedes Haus braucht EnergieGroßansicht
Jedes Haus braucht Energie - je weniger, desto besser

In Deutschland sind nicht etwa Industrie oder Straßenverkehr die größten Energieverbraucher – es sind die privaten Haushalte. Auf sie entfallen rund 27,3 Prozent des gesamten Primärenergiebedarfs. Den weitaus größten Anteil daran haben wiederum mit knapp 90 Prozent die Heizung und die Wassererwärmung. Hauseigentümern wie Bauinteressenten wird deutlich, dass Betriebskosten eines Gebäudes zunehmend an Bedeutung gewinnen: Energie zu sparen lohnt sich.


Wofür private Haushalte Energie verbrauchen
Die mit Abstand meiste Energie in einem Haushalt wird für die Erzeugung von Wärme verbraucht - sei es für die Raumheizung oder für Warmwasser.
Ein energieeffizienter Neubau bietet die beste Voraussetzung, sich dauerhaft unabhängiger von steigenden Brennstoffkosten zu machen. Moderne Effizienzhäuser in Holzfertigbauweise bieten alle technischen Möglichkeiten dazu: Eine hoch effiziente Wärmedämmung, ein maßgeschneidertes Heizungssystem und die konsequente Nutzung erneuerbarer Energie aus Sonnenstrahlung, Erdwärme oder Biomasse. Ein solches Effizienzhaus macht sich ein Leben lang bezahlt. Übrigens: Deutschlands größte Effizienzhaus-Ausstellung steht bei Nürnberg!

 
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Hervorragende Ökobilanz spart CO2

Holz ist eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle mit vielen ökologischen Vorteilen. Durch seine Fähigkeit, klimaschädliches CO2 aufzunehmen und den enthaltenen Kohlenstoff einzulagern, ist der Wald ein wichtiger Faktor im Kampf gegen die globale Erwärmung. Dieses natürliche Potenzial gilt es stärker zu nutzen.


Treibhauspotential und Energieverbrauch
Zukunft sichern

Holzhäuser sparen nicht nur Energie, sie verringern sogar die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Das genutzte Holz hat der Atmosphäre bei seinem Wachstum mehr CO2 entzogen, als durch den Bau des Hauses freigesetzt wird. Auch erfordert die Herstellung von Bauprodukten aus Holz einen geringeren Energieaufwand als vergleichbare konventionelle Baustoffe. Holz begünstigt auf Grund seiner Materialeigenschaften eine hocheffiziente Wärmedämmung und führt damit zu einem geringeren Primärenergiebedarf für die Heizung. Die Ökobilanz eines Holzfertighauses ist also über seine gesamte Lebensdauer hinweg vorbildlich.

"Die Bewältigung der Klimakrise ist keine politische oder technische Frage, sondern eine moralische und geistige Herausforderung."

Al Gore in seiner Rede zum Nobelpreis 2007