Fertighaus Welt

Fertighaus von A bis Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W XYZ

A

Alternative Energien

Alternative und regenerative Energiekonzepte sind längst nicht mehr eine Marotte von ökologisch orientierten Bauherren. Schließlich ist in Zukunft mit einem deutlichen Preisanstieg für die fossilen Brennstoffe Öl und Gas zu rechnen. Für das eigene Haus sind vor allem Solaranlagen, bei denen besonders die Solarthermie zur Brauchwasser-Erwärmung zu erwähnen ist, interessant. Erwähnenswert sind außerdem Photovoltaik-Anlagen als Energielieferant sowie Holzpellet-Öfen als regenerativer Heizenergiespender. Nicht zuletzt die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Energie sparende Häuser machen den Einsatz dieser Technologien für den Bauherren attraktiv.


Architektur

s. Individuelles Bauen

Ausbauhaus

Wer es sich zutraut und genug Zeit hat, im Haus Eigenleistungen zu erbringen, findet bei den Fertighausherstellern ein reichhaltiges Angebot an Aus- und Mitbauhäusern. Geliefert wird vom Haushersteller eine komplette Haushülle, bei der nur noch der Innenausbau gemacht werden muss. Die Haushülle ist selbstverständlich wetterfest und abschließbar. Die sogenannte Muskelhypothek kann den gesamten Innenausbau umfassen. Manchmal kann es allerdings sinnvoller sein, schwierige Gewerke direkt beim Hersteller in Auftrag zu geben. Maßgeblich ist immer das handwerkliche Können des Bauherren und seiner Helfer. Wer sich dazu entschließt, selber mit anzufassen, sollte im Vorfeld genau prüfen, welche Leistungen er tatsächlich bewältigen kann. Ein detailliertes und faires Gespräch mit dem Kundenberater über die anfallenden Arbeiten ist bei den Fertighausherstellern im BDF selbstverständlich.


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B

Barrierefreiheit

Bauen ohne Barrieren wird immer wichtiger, nicht nur für behinderte Menschen. Barrierefreiheit dient ebenso Senioren oder Eltern mit kleinen Kindern. Fertighäuser erfüllen vorbildlich den Anspruch, für jede Lebensphase geeignet zu sein. Dazu gehören der ebenerdige Zugang zum Gebäude und ausreichende Bewegungsflächen in Flur, Bad und Wohnräumen. Auch bodengleiche Duschen und breite Türen ohne Schwellen tragen viel zum Komfort bei. Die BDF-Mitglieder haben viel Erfahrung mit den findigen Detaillösungen des barrierefreien Bauens und planen sie gleich bei Beginn der Bauplanung ein. Aber auch ein nachträglicher Umbau ist dank der flexiblen Konstruktion eines modernen Fertighauses problemlos möglich. Barrierefreie Fertighäuser stehen für maßgeschneiderte Wohnqualität für mehrere Generationen unter einem Dach.


Bauabnahme

Ob alles richtig sitzt und funktioniert, wird am Tag der Bauabnahme festgestellt. Die Abnahme des Gebäudes erfolgt förmlich, d.h. es wird ein Abnahmeprotokoll erstellt. Für diese Bauabnahme sollte sich jeder Bauherr viel Zeit nehmen. Bauherr und Bauleiter begehen gemeinsam das Gebäude und prüfen die Übereinstimmung aller Gewerke mit der Planung. Wird einvernehmlich die Abnahme des Hauses erklärt, beginnt die vereinbarte Gewährleistungsfrist zu laufen.


Bauantrag und Baugenehmigung

Die behördlichen Verfahren vor dem Bau eines neuen Hauses sind in den Landesbauordnungen geregelt. Sie reichen von der Genehmigungsfreistellung für Wohngebäude über ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren bis hin zum üblichen Baugenehmigungsverfahren. Der Antrag auf eine Baugenehmigung ist schriftlich bei der zuständigen Gemeinde einzureichen. Mit dem Bauantrag müssen in der Regel bereits alle für die Prüfung erforderlichen Bauvorlagen eingereicht werden. Über die jeweils geltenden aktuellen Bestimmungen der Landesbauordnung bzw. die Einhaltung städtebaurechtlicher Vorschriften sind die Fertigbaufirmen im BDF auf dem Laufenden, die auch die Abwicklung mit den Bauämtern auf Wunsch gerne übernehmen.


Brandschutz

Jeder Neubau muss den Anforderungen der Landesbauordnungen entsprechen. Dies gilt selbst-verständlich auch für die Brandschutzanforderungen. So ist es kein Wunder, dass heute sogar fünfgeschossige Wohnhäuser mit Konstruktionen aus Holz gebaut werden, die alle Brandschutz-Anforderungen erfüllen. Auch mit tragenden Holzkonstruktionen lassen sich sehr gute Brandschutzwerte erzielen, denn hier zählt vor allem die äußere Bekleidung von Wänden und Decken. Selbst einfachste Konstruktionen einer Holztafelbau-Wand weisen einen Feuerwiderstand von 30 Minuten auf. Folglich können Fertighäuser in Tafel-/Rahmenbauweise inzwischen genau so günstig gegen Feuer versichert werden wie Nassbauten.


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C

Chemie

Alle Fertighäuser, die von Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau hergestellt werden, genügen höchsten Ansprüchen an gesundes und ökologisches Bauen. In allen Fällen wird auf chemischen Holzschutz verzichtet. So wirksam wie möglich und nur dort, wo gesetzlich vorgeschrieben, dies ist die Maxime guter Fertighaushersteller in Sachen Holzschutzmitteln. Der Fertigbau hat längst andere Wege gefunden, um seine natürlichen Baumaterialien mit konstruktivem Holzschutz vor Verwitterung und Insektenbefall zu bewahren. BDF-Mitglieder setzen nur Holzwerkstoffplatten ein, für die ausschließlich naturbelassenes Holz verwendet wird.


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D

Dämmstoffe

Gute Dämmstoffe sind das A und O für effektiven Wärme-, Schall- und Brandschutz. Konstruktionsbedingt verfügt der Holzbau über eine optimal gedämmte Außenhülle. Der Werkstoff Holz selbst kann im Vergleich zu anderen Stoffen als wärmedämmend bezeichnet werden. Ausschlaggebend dafür ist die spezifische Wärmeleitfähigkeit. Hier hat Holz den Wert 0,13 W/(m2K). Je geringer dieser Wert ist, desto besser die Wirkung als Dämmstoff. Zum Vergleich: Luft 0,17 W/(m2K), Kalksandstein 0,8 W/(m2K), Beton 2,1 W/(m2K), Stahl 60 W/(m2K), Aluminium 200 W/(m2K). Dämmstoffe müssen aber auch den hohen Erwartungen der Bauherren an gesundes Wohnen entsprechen. Daher werden für die von den BDF-Mitgliedern eingesetzten Dämmstoffe spezielle Nachweise der Gesundheitsverträglichkeit verlangt. FCKW oder ähnliche ozonschädigende Verbindungen sind dabei verboten. Für die Dämmung werden in der Regel Mineralwolle oder ökologische Materialien verwendet. Vielfach werden auf Wunsch auch alternative Dämmstoffe angeboten, wie Hobelspäne, Holzfasern, Holzwolle-Leichtbau-Platten, Zelluloseflocken oder Schafwolle. Selbstverständlich müssen alle diese Materialien durch das Deutsche Institut für Bautechnik zugelassen sein.


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E

Eigenleistung

Die so genannte "Muskelhypothek" kann sich auch beim Fertigbau lohnen. Die Hersteller bieten Häuser in unterschiedlichen Ausbaustufen an. Beim Rohbauhaus übernimmt der Bauherr sogar den kompletten Innenausbau selbst. In jedem Fall steht die wetterfeste Gebäudehülle schon an Ort und Stelle, so dass der Hausbauer im Trockenen arbeiten kann. Zum Ausbauhaus gibt es eine Anleitung, in der alles Nötige über Material, Werkzeug und Arbeitsgänge steht. Auch fast fertige Ausbaustufen werden angeboten, bei denen der Bauherr nur noch die Malerarbeiten übernehmen muss. Der Vorteil der Eigenleistung: Je nach Umfang lässt sich ein erheblicher Teil der Baukosten sparen. Wer sich handwerkliche Tätigkeiten zutraut, sollte aber vorher rechnen, ob sich die Ersparnis tatsächlich lohnt. Manchmal ist es sinnvoller, die Arbeit dem Fertighaushersteller zu überlassen. Laien brauchen normalerweise mehr Zeit für einen Arbeitsgang als erfahrene Handwerker, und der Baufortschritt darf durch die Eigenleistung nicht verzögert werden – sonst steigt die Finanzierungslast. Art und Umfang aller Eigenleistungen des Bauherren sollten unbedingt vertraglich festgeschrieben werden.


Energieeinsparverordnung

Seit Februar 2002 gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV), durch die der Gesetzgeber hohe Anforderungen an den Eigenheimbau stellt. Im Vergleich zu den bis dahin üblichen Anforderungen ist der zulässige Primärenergie-Bedarf um etwa 30 % reduziert worden. Im Mittelpunkt der EnEV stehen eine gut durchdachte und vor allem sauber ausgeführte Wärmedämmung der Außenhüllen (Wände, Decken, Dach, Böden) eines Hauses, aber auch der Fenster und Türen, sowie die richtig ausgewählte Heizungsanlage und eine entsprechende Warmwasserbereitung. Alle nötigen Informationen und Berechnungen zu den energetischen Eigenschaften eines Hauses werden in einem so genannten Energiebedarfsausweis festgehalten. Dieser ist unerlässlicher Bestandteil des Bauantrages. Der deutsche Holzfertigbau hat bereits vor Einführung der EnEV standardmäßig Niedrigenergiehäuser gebaut, deren Heizwärmebedarf bereits um mindestens ein Viertel unter dem von Gebäuden anderer Bauart lag.


Energiesparhaus

Der Holzfertigbau gehört in Deutschland längst zu den Vorreitern in Sachen Energieeinsparung. Seine Stärken liegen in der Konstruktionsweise der Häuser, die seit vielen Jahren konsequent weiterentwickelt wurde. Die energie-intelligenten Häuser gerade der neuesten Generation zeichnen sich durch eine perfekte Optimierung von Dämmstoffen und Tragkonstruktionen aus. Das so genannte 3-Liter-Haus hat einen jährlichen Heizwärmebedarf von weniger als drei Litern Heizöl bzw. drei Kubikmetern Gas pro Quadratmeter. Es zeichnet sich im Wesentlichen durch eine ausgezeichnete Wärmedämmung der Gebäudehülle, eine besondere Wärmeschutzverglasung und den Einsatz von regenerativen Energien aus. Passivhäuser benötigen gar keine eigene Heizung.


Erschließung

Vor dem Haus kommt immer das Grundstück. Beim Kauf der Parzelle müssen Bauherren aber unbedingt auf die feinen Unterschiede der Erschließung achten, denn sie beeinträchtigen den Zeitplan und die Kosten des Bauvorhabens. Man unterscheidet Bauerwartungsland, Bauland, fertiges Bauland und freies fertiges Bauland. Das "Bauerwartungsland" ist zwar im Flächennutzungsplan bereits ausgewiesen, einen Bebauungsplan gibt es dafür aber noch nicht. Der existiert für das "Bauland", aber es ist noch nicht erschlossen. Das "fertige Bauland" erfüllt schon alle Voraussetzungen für das Einreichen eines Bauantrags. Aber hier müssen die Anschlüsse für Ver- und Entsorgung noch gelegt und anteilig vom Grundstückskäufer bezahlt werden. Dies alles ist nur im "fertigen freien Bauland" bereits enthalten, zum Beispiel in bestehenden Neubaugebieten.


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F

Fertighaus

s. Industrielle Vorfertigung


Finanzierung

Natürlich nimmt die Finanzierung bei der Verwirklichung des Wunschtraumes Eigenheim eine Schlüsselrolle ein. In fast allen Fällen ist die Kreditaufnahme für die Finanzierung des Hausbaues unumgänglich. Eine genaue sachliche Analyse, welche finanziellen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, sollte daher am Anfang jeder Planung stehen. Immerhin muss der notwendige finanzielle Aufwand sowohl für die Anschaffung als auch für die Erhaltung eines Hauses in einer vernünftigen Relation zum Familieneinkommen stehen. Hilfestellung bei der Finanzberatung bieten Ihnen auch die Bauberater der Fertighausunternehmen. Der Bau eines Ein- oder Zweifamilienhauses wird vom Staat gefördert.


Fläche

Die besondere Konstruktionsweise des Fertighauses ist für Bauherren in mehrfacher Hinsicht von Vorteil. Da z.B. selbst dichtestes und dickstes Dämmmaterial schnell und preiswert in die Konstruktion des Hauses eingebaut werden kann, ohne dass die Außenwände burgmauerähnliche Dimensionen annehmen müssen, bleibt mehr Platz für Wohnraum. Durch die schlanke Wandkonstruktion hat ein Fertighaus etwa zehn Prozent mehr Nutzfläche als ein Haus in einer anderen Bauweise. Bei einem normalen Einfamilienhaus entspricht dieser Raumgewinn einem zusätzlichen Zimmer.


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G

Gesundheit

Holz steht für naturnahes und gesundes Wohnen. Der Baustoff reguliert das Raumklima auf natürliche Weise. Holz mäßigt Veränderungen der Luftfeuchtigkeit und wirkt als Puffer für feuchte und extrem trockene Luft. Kontrollierte Be- und Entlüftung ist Standard im Fertigbau. Sie filtert Staub und Pollen aus der Raumluft, ideal für Allergiker. Feuchte Wohnräume sind grundsätzlich ungesund. In den Häusern der BDF-Mitglieder gibt es keine feuchten Wände, denn die Bauelemente bestehen aus trockenen Werkstoffen und sind so gefertigt, dass sie zu keiner Zeit Feuchtigkeit in die Wohnräume abgeben. Die technische Trocknung hat noch einen anderen Vorteil: Die von den BDF-Mitgliedern verwendeten Baustoffe sind frei von chemischen Holzschutzmitteln. Der konstruktive Holzschutz sichert Langlebigkeit ohne schädliche Emissionen.


Grundstück

In der Regel gilt: Erst der Bauplatz, dann das Haus. Wer auf der Suche nach einem geeignetem Grundstück bislang noch glücklos war, findet allerdings in vielen Fällen auch Hilfe und Unterstützung bei den Bauberatern der Fertighausunternehmen. Ist der Grundstückskauf notariell beurkundet, die Auflassungsvormerkung (also die zur Sicherung des Anspruchs auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück gerichtete Vormerkung im Grundbuch) erledigt und möglichst auch die Finanzierung gesichert, steht das Fundament für den Hausbau. Für den Fall, dass der Grundstückskauf nicht rechtzeitig unter Dach und Fach gekommen ist oder die Förderung nicht genehmigt wurde, sollten sich Bauherren ein kostenloses Rücktrittsrecht im Vertrag mit dem Fertighausanbieter einräumen lassen. Für die BDF-Mitglieder ist dies selbstverständlich. Sie sind ihren Bauherren auf Wunsch bei der Suche nach dem passenden Grundstück behilflich.


Gütesicherung

s. Qualitätssicherung


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H

Hausausstellungen

s. Musterhäuser


Hanglage

Häuser am Hang lassen sich in Fertigbauweise gut realisieren - auch mit Keller. In besonders schwierigen Lagen oder bei unklaren Bodenverhältnissen ist ein geologisches Gutachten sinnvoll. Eventuell sind Stützkonstruktionen erforderlich. Wichtig ist auch die Frage, ob das Grundstück von der Berg- oder der Talseite her erschlossen werden soll. Dies ist zum Beispiel für die Abwasserentsorgung von Bedeutung. Bei einem Keller, dessen hintere Wände bei Hanglage oft vollständig im Erdreich liegen, muss besonders gut auf den richtigen Schutz vor Feuchtigkeit und eine ausreichende Belüftung des Untergeschosses geachtet werden.


Holzskelettbauweise
Holzskelettbauweise

Holzbausysteme

Die im modernen Fertigbau gebräuchlichsten Holzbausysteme sind der Skelettbau und die Tafel-/Rahmenbauweise.

Die Skelettbauweise gilt als Weiterentwicklung des historischen Fachwerks, das im Neubau zwar nur noch selten zu finden ist, aber sehr elegante Architektur ermöglicht. Die stabförmige Tragstruktur aus senkrechten Stützen und waagerechten Trägern ist für den Skelettbau charakteristisch. Das Holzgerüst übernimmt allein die tragende Funktion, die Ausfachungen der Wände haben dagegen lediglich noch aussteifende Wirkung. Deshalb können hier zum Beispiel große Glasbauteile eingesetzt werden. Die bis zu fünf Meter großen Abstände der Stützen im Skelettbau ermöglichen eine besonders flexible Gestaltung des Grundrisses.



Holztafelbauweise

Die Tafelbauweise ist die häufigste Bauart im Holzfertigbau. Die einzelnen vorgefertigten Elemente bestehen dabei aus Holzrippen mit Wärmedämmung und beidseitigen Beplankungen aus Holzwerkstoffen. Die Größe dieser Elemente für die Innen- und Außenwände und teilweise auch für die Dächer reicht bis zu ganzen Wänden von zehn bis zwölf Metern Länge. Die verwendeten Hölzer sind technisch getrocknet und damit maßhaltig. Die Lasten werden im Gegensatz zum Holzskelett von der kompletten Wand - bestehend aus Gerippe und Beplankung - getragen. Vor der Witterung wird die tragende Konstruktion durch die Fassaden geschützt. Die Holztafelbauweise erlaubt einen hohen Grad an Vorfertigung, was für sehr kurze Bauzeiten sorgt. So kann die Gebäudehülle eines Einfamilienhauses in einem Arbeitstag regendicht montiert werden. Das Konstruktionsprinzip ist mit dem Holzrahmenbau identisch, der aber einen geringeren Grad an Vorfertigung aufweist.

Außerdem gibt es noch die traditionelle Blockbauweise, wobei heutzutage meist Blockbohlen verwendet werden. Sie sind mit Nut und Feder versehen, werden übereinander gestapelt und an den Ecken verzahnt.


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Individuelles Bauen
I

Individuelles Bauen

Trotz der Vorfertigung ist ein Fertighaus keineswegs ein Haus von der Stange: Jeder Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich individuell planen. Der Architektur sind kaum Grenzen gesetzt. Bei den BDF-Mitgliedern kann der Bauherr nicht nur aus dem Katalog aussuchen, sondern eigene Wünsche verwirklichen und sich sein Traumhaus nach Maß bauen lassen. Fast jeder Fertighaus-Hersteller hat neben Basismodellen verschiedene Haustypen im Programm: Bungalows, Landhäuser, Luxusvillen. Einige Konstruktionselemente sind immer gleich, zum Beispiel die tragenden Wände und die Deckenkonstruktion. Aber welche Maße ein einzelnes Konstruktionsteil hat, spielt bei der Herstellung mit modernsten Maschinen keine Rolle mehr. Der Bauherr kann Einfluss auf Architektur, Materialien, Grundriss oder Größe des Hauses nehmen und bestimmen, wie sein künftiges Eigenheim aussehen soll. Auch ausgefallenes Design kann in Fertigbauweise verwirklicht werden!

Industrielle Vorfertigung

Ein Fertighaus heißt Fertighaus, weil die Bauelemente nicht erst auf der Baustelle, sondern weitgehend schon vorher in einer Fabrik hergestellt werden. Oder technisch ausgedrückt: Zumindest die Elemente für die Wände - in der Regel auch für Decke und Dach - werden bei einem Fertighaus mindestens einseitig geschlossen vorgefertigt. Dieses Verfahren bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Der Rohbau ist nicht über lange Zeit ungeschützt der Witterung ausgesetzt, sondern wird von Fachleuten in einer trockenen Werkhalle vorbereitet. Verarbeitungsfehler sind durch den Einsatz computergesteuerter Maschinen so gut wie ausgeschlossen. Der Grad der Vorfertigung kann je nach dem verwendeten Bausystem variieren. Auf die Qualität kann sich der Bauherr verlassen, denn alle vorgefertigten Bauteile aus den Werken der BDF-Mitglieder werden einer amtlich anerkannten Güteüberwachung unterzogen.


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J

Jahrhunderte

Dass Holzhäuser die Jahrhunderte überdauern, sieht man in vielen deutschen Städten sehr eindrucksvoll an den historischen Fachwerkhäusern aus dem Mittelalter. Häuser aus Holz haben eine sehr lange Tradition – und das gilt auch für die Fertigbauweise. Schon für den Tempelbau in der Antike wurden vorgefertigte Bauteile verwendet, die nach einem Maßsystem aufeinander abgestimmt waren. Der Entwurf für das erste Holzfertighaus wird Leonardo da Vinci zugeschrieben. Das Universalgenie entwickelte um 1500 einen Gartenpavillon aus großflächigen Holzrahmentafeln. Natürlich sind moderne Holzbausysteme gegenüber diesen Konstruktionen entscheidend weiter entwickelt worden. Nach den neuen Landesbauordnungen sind heutzutage bis zu fünfgeschossige Wohnhäuser in Holzbauweise möglich. Die technische Lebensdauer von Holzbauten kann mehrere hundert Jahre betragen.


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K

Keller

Selbstverständlich hat auch im Kellerbau die Vorfertigung Eingang gefunden. Wand- und Deckenelemente aus Betonfertigteilen werden entsprechend der Kellerplanung im Werk vorgefertigt und ähnlich wie ein Fertighaus auf der Baustelle montiert. Die Vorteile des Fertigkellers sind Festpreis, Fixtermin, kurze Bauzeiten und Maßgenauigkeit. Der Keller ist bis ins Detail mit dem Fertighaus abgestimmt. An der Schnittstelle zum Haus sind die nötigen Anschlüsse schon vorbereitet. Die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) informiert ausführlich über die Vorteile des Fertigkellers. Die Alternative zum Keller ist eine Bodenplatte. Dabei sind die Hausanschlüsse in einem Raum des Erdgeschosses untergebracht.


Konstruktiver Holzschutz

Um Holz dauerhaft zu erhalten muss es geschützt werden. Die Fertighaushersteller im BDF verzichten auf chemische Holzschutzmittel, denn konstruktiver Holzschutz ist die intelligentere Lösung. Das Holz wird in speziellen Kammern einem besonderen Trocknungsverfahren unterzogen. Durch diese technische Trocknung wird einerseits verhindert, dass sich Risse im Holz bilden. Andererseits gehen Lockstoffe für Holzschädlinge zurück und der Baustoff ist vor Insektenbefall geschützt. Neben dem Trocknungsverfahren sind der Einsatz natürlich resistenter Holzarten, die Verarbeitung des Materials und die Geometrie des Gebäudes entscheidend. Ein hochwertiges Haus ist so konstruiert, dass sich die Bauteile durch ihre Anordnung gegenseitig vor Feuchtigkeit schützen. So werden zum Beispiel Niederschläge abgeführt, indem man waagerechte Flächen vermeidet und Dachüberstände einsetzt. Das Verfahren wird auch baulicher Holzschutz genannt.


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L

Lebensdauer

Früher hielt sich weit verbreitet das Vorurteil, Holzfertighäuser hätten eine geringere Lebensdauer und seien weniger wertbeständig als Häuser in Nassbauweise. Bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts traf dies für einen Teil der niedrigpreisigen Bauten durchaus zu. Eine ausführliche Studie der Uni Leipzig kommt jedoch mittlerweile zu einem völlig anderen Ergebnis: Moderne Holzfertighäuser unterscheiden sich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts qualitativ nicht von Nassbauten. Sie genügen allen Anforderungen an Wärme-, Feuchte-, Brand- und Schallschutz oder übertreffen diese sogar. Die technische Lebensdauer von Holzbauten kann bei qualitätsorientierter Bauweise mehrere hundert Jahre betragen, wie zahlreiche historische Fachwerkbauten zeigen. Die Wissenschaftler haben die Entwicklung der Holztafel- und Holzrahmenbauweise seit etwa 1965 untersucht, dokumentiert und mit anderen Bauweisen verglichen. Auf Grund der Ergebnisse entstanden sinnvolle Anpassungen in der Beleihungswert- und Sachwertermittlung von Holzhäusern, die von den meisten Banken bereits übernommen wurden.


Leistungsbeschreibung

Häufig wissen private Bauherren nicht, welche Leistungen sie für welchen Preis erhalten können. Die Bau- und Leistungsbeschreibungen sind zudem bei vielen Anbietern oft uneinheitlich und unübersichtlich. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat im Rahmen der "Initiative kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" eine Broschüre: Mindestanforderungen an Bau- und Leistungsbeschreibungen für Ein- und Zweifamilienhäuser herausgegeben. An der Ausarbeitung war unter anderem auch der BDF beteiligt, der diese informative Broschüre gerne kostenlos zur Verfügung stellt. Durch die Broschüre können Hausbauinteressenten die Angebote verschiedener Anbieter besser vergleichen.


Luftdichtheit

Um möglichst viel Heizenergie zu sparen, werden immer luftdichtere Häuser gebaut. Jedes BDF-Mitgliedsunternehmen muss pro Jahr eine Messung nachweisen, wie luftdicht die jeweilige Gebäudehülle wirklich ist. Dazu wird im so genannten Blower-Door-Verfahren ein künstlicher Überdruck mittels eines großen Ventilators erzeugt und der Druckabfall zu bestimmten Zeitpunkten gemessen. Damit die erwärmte Raumluft nicht verloren geht, sind Lüftungsanlagen empfehlenswert. Sie sorgen für eine optimale Frischluftzufuhr und tragen außerdem zur Energieeinsparung bei.


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M

Musterhäuser

Musterhäuser bieten eine ideale Orientierungshilfe für jeden, der den Bau eines Eigenheims plant. Hier steht der Entwurf des neuen Hauses nicht nur auf dem Papier, sondern begehbar in Originalgröße. Der künftige Bauherr kann sich alle Details in Ruhe ansehen und ein genaues Raumgefühl bekommen – mit der ganzen Familie und bei vielen Herstellern auch am Wochenende. Musterhäuser sind laut einer aktuellen Umfrage des BDF die wichtigste Informationsquelle für potenzielle Bauherren: Auf der Suche nach dem passenden Angebot besuchen 46 Prozent der Interessenten ein Musterhaus. Große Musterhaus-Zentren gibt es in mehr als 20 deutschen Städten. In ganz Deutschland stehen mehr als 600 Musterhäuser der namhaften Hersteller. Alle Anschriften auf einen Blick stehen im kostenlosen Musterhaus-Verzeichnis des BDF.


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N

Natur

Fertighäuser bestehen aus natürlichen Baustoffen. Für ein Fertighaus werden durchschnittlich 25 Kubikmeter Holz verwendet, zum größten Teil aus heimischer Fichte. Wände, Decken und Dächer werden aus naturbelassenem Holz hergestellt. Bei Fertighäusern mit dem Siegel der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) kann man da sicher sein, denn frisches Waldholz wird bevorzugt. Sägewerks- und Industrie-Restholz ist nur dann erlaubt, wenn es nachweislich unbehandelt ist. Wenn Holz zu Werkstoffplatten für QDF-geprüfte Fertighäuser werden soll, darf die Rohware weder imprägniert noch lackiert worden sein. Wer ein Holzhaus baut, leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz, denn der natürliche Baustoff aus dem Wald hat eine glänzende Energiebilanz. Die energie-intelligente Fertigbauweise senkt deutlich den Verbrauch an Heizenergie. Das entlastet nicht nur die Atmosphäre, sondern auch Ihren Geldbeutel bei den Folgekosten. Übrigens: Fertighäuser sind für den Einsatz regenerativer Energien besonders geeignet.


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O

Objektbau

Nicht nur das klassische Einfamilienhaus wird aus vorgefertigten Elementen gebaut, sondern auch Bürohäuser, Verwaltungsgebäude, Hotels, Turnhallen, Kindergärten, Schulen und sogar Kirchen. Rund 15 Prozent des Auftragsvolumens der Fertigbauindustrie entfallen auf diesen so genannten Objektbau. Immer mehr Kommunen und Unternehmen wollen die enormen Sparpotenziale der industriellen Vorproduktion nutzen. Der Auftraggeber bekommt auch im Objektbau alle Leistungen aus einer Hand und erhält hinterher eine einzige Rechnung. Für die Generalbauunternehmen im BDF gelten dabei ebenso strenge Qualitätsmaßstäbe wie für die Hersteller privater Eigenheime.


Ombudsstelle

Falls es zu Streitigkeiten zwischen einem Mitgliedsunternehmen und seinem Kunden kommen sollte, kann die Ombudsstelle der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) vermitteln. Sie hat ihren Sitz bei der Geschäftsstelle des BDF und kann von allen Beteiligten allein oder gemeinsam angerufen werden. Nach Abschluss des Vermittlungsverfahrens fällt die Ombudsstelle eine Entscheidung, der sich die Mitglieder unterwerfen. Der Rechtsweg vor einem ordentlichen Gericht bleibt dem Bauherren natürlich trotzdem offen. Für den Bauherren ist die Anrufung der Ombudsstelle kostenfrei.


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P

Passivhaus

Das Passivhaus ist die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Um den Energieverbrauch von nur 1,5 Litern pro Quadratmeter Wohnraum und Jahr zu decken, ist bei diesen Häusern keine aktive Heizungsanlage mehr erforderlich. Denn durch die höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik wird der Wärmebedarf so weit verringert, dass die Wärmerückgewinnung durch das Lüftungssystem, die eingestrahlte Sonnenenergie, die Eigenwärme der Personen im Haus und die Wärmeabgabe von Geräten ausreichen, um das Gebäude angenehm warm zu halten. Dieser zukunftsorientierte Haustyp ist bereits heute fester Bestandteil des Häuserangebots vieler BDF-Mitgliedsunternehmen.


Preis

Alle BDF-Mitglieder geben ihren Kunden eine Festpreisgarantie für mindestens ein Jahr ab Auftragserteilung. Unvorhergesehene Preisaufschläge, zum Beispiel wegen schlechten Wetters, gibt es also nicht. Ebenso wird vertraglich vereinbart, wie hoch die maximale Preiserhöhung sein darf, wenn die Laufzeit der Festpreisgarantie ohne Verschulden des BDF-Mitglieds überschritten wird. Außerdem halten es die Hersteller mit einer alten Kaufmannsregel: Erst die Ware, dann das Geld. Der Bauherr bezahlt nur für bereits erbrachte Leistungen, also nach Baufortschritt. Fertighäuser sind keine Billigprodukte, denn hohe Qualität hat ihren Preis. Dennoch kann der hohe Grad an industrieller Vorfertigung die Baukosten gegenüber konventioneller Bauweisen deutlich reduzieren.


Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf ist eine wichtige Kennzahl für die "Sparsamkeit" eines Hauses. Er wird in Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr angegeben. Zum Primärenergiebedarf zählt nicht nur die Heizwärme, sondern auch die Trinkwassererwärmung sowie Anlagenverluste. Für jedes Haus wird nach der Energieeinsparverordnung ein maximal zulässiger Primärenergiebedarf ermittelt. Dieser ist von der Architektur des Hauses und der eingesetzten Heiztechnik abhängig. Normal für ein freistehendes Einfamilienhaus sind etwa 100 bis 130 kWh pro Quadratmeter und Jahr.


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Logo Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF)
Das QDF-Siegel
Q

QDF = Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau

Das Siegel dieser Einrichtung bietet Sicherheit in den entscheidenden Fragen beim Hauskauf und Bau. Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau haben sich schon vor vielen Jahren mit den Fragen nach einer strengen Kontrolle ihrer Häuser, der verwendeten Baumaterialien und auch der Fertigung beschäftigt. Dabei waren ihnen die regelmäßigen Überwachungen, die der Gesetzgeber vorschreibt, bei weitem nicht genug: Die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) wurde gegründet. Heute verpflichten sich alle Mitglieder, die in der Satzung enthaltenen Qualitätssicherungsbestimmungen für alle unter ihrem Namen hergestellten und in Deutschland errichteten Gebäude einzuhalten. Das QDF-Siegel wird nur für ein Jahr verliehen, danach muss jedes Mitglied dieses Prädikat erneut verdienen.


Qualitätssicherung

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau haben sich einem mehrstufigen Kontroll- und Qualitätssicherungsverfahren unterworfen, das in der Bauwirtschaft heute einmalig ist. Mindestens zwei Mal pro Jahr kommen amtliche Überwacher in jedes Werk, um die Eignung der Bauteile, Baustoffe und Verbindungsmittel zu prüfen. Es wird außerdem kontrolliert, dass die konstruktive Ausführung auch mit den Bauvorlagen übereinstimmt. Das RAL-Gütezeichen schließlich garantiert, dass über die gesetzlichen Anforderungen hinaus eine ergänzende Überwachung in den Herstellerwerken stattfindet. In einem zweiten Schritt werden im Rahmen der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau jährliche Kontrollen der Werke und auch der Baustellen durchgeführt. Dabei werden die Konstruktion, der Wärmeschutz, der Schallschutz, der Brandschutz und sämtliche Materialien strengstens überprüft. Die Firmen müssen außerdem die Raumluft ihrer neu gebauten Häuser durch neutrale Prüfinstitute messen lassen. Ein weiterer Nachweis, der erbracht werden muss, ist die Luftdichtheit der Gebäude.


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R

Raumklima

s. Gesundheit


Raumluftmessung

Regelmäßig im Abstand von zwei Jahren lassen die Mitglieder des BDF Raumluftmessungen durchführen. Gemessen wird Formaldehyd in einem neuen, unmöblierten, schlüsselfertigen Haus, und zwar nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung in München. Damit wird kontrolliert, ob die Emissionsmengen strengen wohnhygienischen Anforderungen genügen. Darüber hinaus behält sich der Überwachungsausschuss vor, zur zusätzlichen Kontrolle stichprobenartig Raumluftmessungen anzuordnen, bei denen auch andere Stoffe und Verbindungen erfasst werden.


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S

Schallschutz

Für Einfamilienhäuser bestehen keine gesetzlichen Auflagen für den Schallschutz. Trotzdem verwenden die BDF-Mitglieder darauf große Sorgfalt. Für Häuser in Holztafelbauweise gilt: Außengeräusche bis zu 65 Dezibel – das entspricht einem mit 100 Stundenkilometern vorbei fahrenden Auto – dürfen im Haus nur stark vermindert hörbar sein. Ihr Lärmpegel im Inneren darf 30 Dezibel nicht überschreiten. Beim Schallschutz arbeitet der Fertigbau nicht mit Masse, sondern mit einer intelligenten Kombination der Werkstoffe und der Schichtenanordnung. Ein mehrschaliger Wandaufbau mit schalldämmenden Werkstoffen sorgt für Ruhe.


Service

Wer bauen will, braucht einen starken Partner. Die BDF-Mitglieder helfen Ihnen auf dem Weg ins eigene Haus ein gutes Stück voran. Der Bauherr kann sich an einen kompetenten Vertragspartner halten, statt sich zeitraubend mit einzelnen Gewerken zu beschäftigen. Kein Ärger mit Behördengängen und Handwerkerrechnungen, keine unliebsamen Überraschungen bei Fristen und Finanzierung. Und ein fester Ansprechpartner, der für alle Ihre Wünsche ein offenes Ohr hat. Schon vor Baubeginn helfen die Haushersteller im BDF auf Wunsch bei der Grundstückssuche, dem Bauantrag, bei Versicherungen und bei der Finanzierung. Gibt es trotz allem einmal Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vertragspartnern, hilft die Ombudsstelle. Sie vermittelt als neutrale Instanz und ist für die Bauherren kostenlos.


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T

Termine

Mitgliedsunternehmen des BDF vereinbaren auf Wunsch mit dem Bauherren gerne vertraglich Hausaufbau- bzw. Fertigstellungstermine, die - abhängig von den vom Bauherren zu erfüllenden Aufbauvoraussetzungen - verbindlich sind. Der Bauherr weiß also lange im Voraus ganz genau, an welchem Tag der Möbelwagen kommen kann. Zusätzliche finanzielle Belastungen in Form von weiteren Mietkosten wegen einer verzögerten Fertigstellung kommen beim Fertigbau also nicht vor. Laut einer von den Verbraucherverbänden in Auftrag gegebenen Emnid-Studie gibt es bei Fertighäusern im Vergleich mit allen anderen Bauformen die wenigsten Probleme mit Terminüberschreitungen.


Trockene Bauweise

Feuchte Wände gibt es in den Häusern den BDF-Mitglieder nicht. Die einzelnen Elemente bestehen aus trockenen Werkstoffen, sie werden in trockenen Werkshallen vorgefertigt und im Lastwagen zur Baustelle transportiert. Innerhalb kürzester Zeit ist die Montage abgeschlossen und das Haus witterungsgeschützt. Weil beim Rohbau die Trocknungszeiten entfallen, kann sofort mit dem Innenausbau begonnen werden. Die Wand- und Deckentafeln sind so gefertigt, dass sie zu keiner Zeit Feuchtigkeit in die Wohnräume abgeben. Das ist angenehm, fördert die Wohngesundheit und spart Kosten, denn das ständige Lüften und Heizen in den ersten Heizperioden ist überflüssig.


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U

Umweltschutz

Umweltschutz hört bei den Mitgliedsunternehmen des BDF bei der Materialauswahl noch lange nicht auf. Alle Abfall- und Reststoffe, die bei Werksfertigung und Montage auf der Baustelle anfallen, werden einer geordneten Entsorgung zugeführt. In Zusammenarbeit mit überregionalen Entsorgern wurde hierfür ein Baustellen-Entsorgungssystem entwickelt, das die Rückführung der Abfälle zentral übernimmt. Jedes BDF-Mitglied trägt Sorge, dass ein Höchstmaß an Abfallvermeidung und Recycling gewährleistet ist. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (§11a Abfallgesetz) verpflichten sich die Mitglieder, in jedem Fall einen Betriebsbeauftragten für Abfall zu bestellen.


U-Wert

Kennzahl für die Wärmedämmung von Bauteilen wie Außenwänden oder Dächern ist der Wärmedurchgangskoeffizient, der so genannte U-Wert. Er gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die in einer Stunde durch einen Quadratmeter Fläche geht, wenn der Temperaturunterschied zu beiden Seiten der Fläche ein Grad Celsius beträgt. Damit eignet sich der U-Wert, um den Wärmeschutz eines Hauses beurteilen zu können: Je niedriger er ist, desto besser die Wärmedämmung. Die BDF-Mitglieder haben sich zu einem U-Wert für Außenwände von höchstens 0,25 verpflichtet. Damit wird die Forderung der Energieeinsparverordnung noch einmal deutlich unterschritten und der Heizwärmebedarf des Hauses gemindert.


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V

Verdienstausfall

Wer ein Haus baut und plötzlich den Arbeitsplatz verliert, kann schnell in finanzielle Bedrängnis geraten. Dann ist guter Rat teuer. Wie die Raten zahlen ? Wie der Bank die Finanzierungslücke erklären ? Die BDF-Mitglieder schützen ihre Bauherren gegen dieses Risiko: Alle bieten auf Wunsch eine Versicherung gegen den Verdienstausfall bei Arbeitslosigkeit an. Laden Sie hier das Info-Faltblatt zur Verdienstausfall-Versicherung herunter.


Versicherung

Die auf jeder Baustelle nötigen Versicherungen zählen zu den Ausgaben, die ein Bauherr zusätzlich zu den reinen Baukosten einkalkulieren muss. Die Bauherren-Haftpflichtversicherung ist unverzichtbar, denn die Privathaftpflichtversicherung des Bauherren deckt Unfälle am Bau meist nicht ab. Sowohl die Bauherren-Haftpflicht- als auch die Bauleistungsversicherung für Schäden am Gebäude sind zu besonders günstigen Konditionen speziell für Fertighäuser erhältlich. Die Versicherer gewähren für Fertighäuser einen Nachlass zwischen 30 und mehr als 50 Prozent. Denn sie wissen, dass das Schadensrisiko auf einer Fertighaus-Baustelle geringer ist – vor allem wegen der kurzen Bauzeit.


Vertrag

Der Bauvertrag sollte aus folgenden Punkten bestehen:

Bau- und Ausstattungsbeschreibung, Festpreisgarantie, Zahlungsmodalität, Gewährleistungsfristen, Liefertermin, Sicherheiten, Kündigungsregeln und Folgen einer Kündigung. Eine detaillierte Bau- und Ausstattungsbeschreibung enthält nachvollziehbare, exakte Angaben über die einzelnen Gewerke und die normale Grundausstattung. Zusätzliche Vereinbarungen, die später bei der Ausstattungsberatung getroffen werden, sind dem Bauvertrag hinzuzufügen, mit Vermerk über Mehr- oder Minderkosten. Ebenso sind Sonderanfertigungen und besondere Absprachen schriftlich als Bestandteil des Bauvertrages festzuhalten. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist für Bauarbeiten beträgt nach dem BGB fünf Jahre, nach VOB für Bauwerke vier Jahre. Es gibt allerdings viele Hersteller, die Gewährleistungsfristen vertraglich darüber hinaus noch verlängern.


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W

Wärmebrücken

Schwachstellen in Außenbauteilen eines Hauses weisen eine geringere Wärmedämmung als ihre Umgebung auf. An diesen Stellen verliert das beheizte Haus schneller Energie. Betroffen sind die Anschlüsse der Bodenplatte, der Kellerdecke oder des Daches an die Außenwand, die Anschlüsse der Geschossdecken und der Innenwände, Rollladenkästen und alle herausragenden Bauteile wie Balkone oder Vordächer. Wärmebrücken lassen sich durch sorgfältige Planung und eine lückenlos ausgeführte Dämmung reduzieren. Die BDF-Mitglieder führen Nachweise der Wärmebrücken gemäß der Energieeinsparverordnung.


Werthaltigkeit

s. Lebensdauer


Wirtschaftlichkeit

Wer sein Traumhaus von Anfang an clever plant, baut wirtschaftlich und kann später sparsam wohnen. Mit einem Fertighaus fängt das Sparen schon beim Grundstück an: Die variable Holzbauweise macht Traumhäuser auch auf ungünstig geschnittenen Parzellen möglich. Wer sich für ein Ausbauhaus entscheidet, drückt die Baukosten zusätzlich. Je nach handwerklichem Geschick kann der Bauherr einzelne Arbeiten oder sogar den kompletten Innenausbau in Eigenleistung übernehmen. Kühle Rechner müssen nicht frieren: Die hervorragende Wärmedämmung eines Holzhauses erfreut die Bewohner mit angenehmen Temperaturen – und dauerhaft niedrigen Heizkostenrechnungen.


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XYZ

Zeit

Zeit ist Geld: Die eigentliche Bauzeit eines modernen Fertighauses ist extrem kurz: Das Haus steht regendicht meist in weniger als 48 Stunden, einschließlich des geschlossenen Daches. Vom Vertragsabschluss über die Fertigung im Werk bis zur Lieferung und Montage auf der Baustelle vergehen erfahrungsgemäß zwischen 90 und 270 Tagen, je nach Größe des Hauses und der gewählten Ausbaustufe. Schnelle Bauzeit spart Geld, denn sie hält die Zeit der Mehrfachbelastung durch Miete und Zinszahlungen kurz. Auf Wunsch garantieren die BDF-Mitgliedsunternehmen ihren Bauherren den Tag der Fertigstellung und schreiben das Datum im Vertrag fest.


Zuschüsse

Die meisten Häuslebauer können öffentliche Fördermittel des Bundes und der Länder für ihr Bauprojekt in Anspruch nehmen. Das wichtigste war die im Januar 2006 abgeschaffte Eigenheimzulage. Wer bereits nach dem geltenden Recht Eigenheimzulage erhält, dem wird sie auch weiterhin bis zum Ende des Förderzeitraums gewährt. Von der Abschaffung ebenfalls nicht betroffen sind Bauherren, die vor dem 1. Januar 2006 mit der Herstellung begonnen haben und Erwerber, die vor dem 1. Januar 2006 den notariellen Kaufvertrag abgeschlossen haben oder einer Genossenschaft beigetreten sind. Neben der Eigenheimzulage gibt es noch andere staatliche Fördermittel, nämlich in Form von zinsgünstigen Darlehen nach dem Wohnraumförderungsgesetz. Den Umfang dieser Zuschüsse legen die Bundesländer fest. Eine Überlegung wert sind auch die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie unterstützt umweltfreundliche und energiesparende Neubauten durch besonders günstige Kredite. Diese können uneingeschränkt mit der Eigenheimzulage und allen anderen Fördermaßnahmen kombiniert werden. Zahlreiche Energiesparhäuser der BDF-Mitglieder sind nach den Richtlinien der KfW förderfähig.


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