Fertighaus Welt

Solarthermie
Die Sonne ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Ihre Strahlung lässt sich unmittelbar als Wärme [„Solarthermie“] und zur Stromerzeugung [„Photovoltaik“] nutzen. Beides ist in einen Fertighaus-Neubau leicht zu integrieren.
Solarthermie

Die Kraft der Sonne nutzen
Herzstück jedes Solarsystems ist der Kollektor auf dem Dach oder an der Fassade. Flachkollektoren bestehen aus einem beschichteten Absorber, der einfallende Sonnenstrahlung aufnimmt und in Wärme umwandelt. Röhrenkollektoren, bei denen sich der Absorber in einer luftleeren Glasröhre befindet, sind leistungsfähiger, aber auch teurer. Durch den Absorber zirkuliert eine Flüssigkeit, welche die Wärme vom Kollektor in den Warmwasserspeicher des Hauses transportiert. Um Energieverluste im Solarkreislauf gering zu halten, sollten die Wege zwischen Kollektor und Speicher möglichst kurz sein.

Die übliche Kollektorgröße für ein Einfamilienhaus sind etwa 6 Quadratmeter, die pro Jahr gut 2.000 kWh Energie liefern und damit 60 Prozent des Warmwasserbedarfs einer vierköpfigen Familie decken. Der Speicher sollte wenigstens 80 Liter pro Person fassen und ist in der Regel noch mit einem konventionellen Heizkessel gekoppelt, damit auch im Winter jederzeit genug Warmwasser zur Verfügung steht.

Wird die Raumheizung ebenfalls solarthermisch unterstützt, sind etwa doppelt so viel Kollektorfläche und ein größerer Speicher nötig, doch kann bis zu einem Viertel des gesamten jährlichen Wärmebedarfs aus Sonnenenergie erzeugt werden. Voraussetzung ist jedoch immer eine hervorragende Dämmung des gesamten Hauses. Wer sich für ein Holz-Fertighaus entscheidet, hat damit kein Problem.



Fertighaus mit Solaranlage.
Fertighaus mit Solaranlage.
Wärme direkt von oben: Solarthermie
Thermische Solaranlagen dienen der Warmwasserbereitung und können darüber hinaus die Raumheizung unterstützen. Schon im Jahr 2005 wurden in Deutschland 100.000 Solarwärmeanlagen installiert. Es lohnt sich: Wird ein alter Heizkessel durch einen Brennwertkessel mit Solarunterstützung ersetzt, sind rund 24.000 Euro Heizkostenersparnis innerhalb von 20 Jahren möglich.

Solaranlagen richtig ausrichten
Für die Montage von Sonnenkollektoren muss das Dach übrigens nicht exakt nach Süden ausgerichtet sein; auch leichte Abweichungen führen nur zu geringen Einbußen. Der Neigungswinkel der Dachfläche sollte zwischen 30 und 50 Grad liegen, wobei die Energieausbeute der Anlage bei flachem Winkel im Sommer und bei steilem Winkel im Winter begünstigt wird.