Fertighaus Welt

Photovoltaik
Photovoltaik-Anlagen erzeugen Strom.
Photovoltaik

Das Haus als Kraftwerk
Auch Photovoltaik-Anlagen arbeiten mit Kollektoren, die jedoch keine Wärme, sondern Strom erzeugen. Dabei wird keine Primärenergie verbraucht, und das Haus wird zu einem umweltfreundlichen Kraftwerk.

In Solarzellen aus Silizium erzeugen freie Elektronen aus dem Sonnenlicht einen Gleichstrom, der Motoren, Pumpen oder die Beleuchtung im Haus direkt versorgen kann. Über einen Wechselrichter wird die Sonnenenergie zu Wechselstrom und kann somit in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Je Kilowatt Höchstleistung sind etwa 10 Quadratmeter Kollektorfläche zu rechnen.

Photovoltaik-Module sind nicht nur auf dem Dach einsetzbar, sondern lassen sich in die Fassade oder andere Bauelemente integrieren. Immer mehr Fertighaushersteller beschäftigen sich mit solarer Architektur, bei der dünnschichtige Solarzellen optisch ansprechend wie Glasflächen in die Gestaltung des Hauses einbezogen werden.



Photovoltaik-Module sind nicht nur auf dem Dach einsetzbar,
Photovoltaik-Module sind nicht nur auf dem Dach einsetzbar.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz [EEG]
Soll den Beitrag erneuerbarer Energien zur Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent steigern. Laut Gesetz müssen Energieversorger „grünen“ Strom vorrangig in ihr Netz einspeisen – und auch bezahlen.

Daher war es bis vor kurzem lukrativer den selbst erzeugten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen: Wer zum Beispiel bereits 2007 eine Photovoltaik-Anlage mit bis zu 30 kW Leistung auf seinem Hausdach installierte, hat 20 Jahre lang Anspruch auf 49,2 Cent je kWh erzeugten Stroms. Für integrierte Fassadenanlagen erhöht sich die Vergütung zusätzlich um 5 Cent je kWh.

Spätestens seit März 2015 hat sich das Blatt jedoch gewendet. Seit diesem Datum liegt der Vergütungssatz für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Photovoltaikanlage von 10kWp bei 12,5 Cent pro kWh. Daher sollte der erzeugte Strom zu 40 Prozent oder mehr für den Eigenbedarf genutzt werden und nicht ins Netz eingespeist werden.




Die Sonne schickt keine Rechnung
Die Solarstrom-Technologie ist aufwändig, doch der Wirkungsgrad der Anlagen wird immer besser. Zwischen 15 und 20 Prozent des Sonnenlichts können sie in Strom umwandeln – eine Glühbirne setzt dagegen umgekehrt nur fünf Prozent ihrer Stromzufuhr in Licht um.

Obwohl die Investitionskosten für Photovoltaik-Anlagen zunächst hoch sind, werden sie von Fördermitteln und dem Verkauf des erzeugten Stroms aufgefangen. Das Erneuerbare Energien-Gesetz verpflichtet Energieversorger zur Abnahme, und mancher Solaranbieter gibt sogar Ertragsgarantien. So können Hausbesitzer Jahresrenditen zwischen 5 und 8 Prozent auf ihr Eigenkapital erwirtschaften.